Bei meinen Beobachtungen begegnen mir immer wieder Tiere, die schwere Verletzungen erlitten haben. Teilweise scheinen sie ganz gut zurechtzukommen, teilweise haben sie keine Überlebenschance.
Erstes Beispiel ist ein Amselweibchen, die ich schon seit einigen Wochen immer wieder beobachte. Ihr fehlt das rechte Bein, aber bis jetzt kommt sie scheinbar einigermassen klar.
Dann ein weiblicher Haussperling (auf dem Bild links). Ich habe sie vor wenigen Tagen das erste Mal gesehen. Sie hat ein Loch im Kopf, da sind die Überlebenschancen gering.
Als letztes eine junge Kanadagans aus dem letzten Jahr. Das linke Bein ist schwer verletzt, ich gehe davon aus, dass sie es nicht geschafft hat zu überleben.



In Eddersheim lebte auf/im/vom Main vor einigen Jahren ein Gänsesäger, der in zu engen Kontakt mit der Schleuse geraten war. Er war komplett flugunfähig und humpelte. Schwimmen konnte er gerade noch. Er hat tatsächlich noch mindestens mehr als ein Jahr gelebt (zuletzt ist er nach Flörsheim umgezogen und kurz darauf verschwunden). Der Vogel war allerdings hochaggressiv und ein absoluter Einzelgänger. Aber vielleicht hat ihm auch gerade das das Überleben gesichert.
Es ist erstaunlich, wie manche Vögel mit schlimmsten Verletzungen überleben. Ich suche mal, ob ich noch ein Foto von ihm finde.